Wintersportverein Isartal e.V.

Wintersportverein Isartal e.V.

Der Wintersportverein Isartal e.V.- gegründet 1925 – ist mit rund 1.000 Mitgliedern der größte Verein Ickings. Der Sport und die mit dem WSVI verbundene Vereinskultur ist ein tragendes Element unseres

Gemeinwesens. Er ist nicht nur für das Wohlbefinden jedes einzelnen, sondern zugleich für das Gemeinwohl und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft von herausragender Bedeutung.

1925, das Jahr der Gründung des WSVI, brachte dem Skisport in Bayern und darüber hinaus großen Auftrieb. Ein Jahr zuvor hatten im französischen Chamonix die ersten olympischen Winterspiele stattgefunden. „Die Werbewirkung dieser ersten winterlichen Sport-Veranstaltung von internationalem Ausmaß war unverkennbar“, heißt es in der Chronik des WSVI. So war es nur eine Frage der Zeit, dass die allgemeine Begeisterung auch ins Isartal überschwappte. Die Ickinger hatten dabei klare Ziele: Eine Sprungschanze zu bauen, Übungshügel ausfindig zu machen und Touren- und Wanderstrecken zu markieren. Am 21. November 1925 rief Anton Pessenbacher aus Wolfratshausen alle Freunde des weißen Sports zur Gründungsversammlung ins damalige Café „Weiße Wand“ in Icking zusammen. Eine Woche später fand schließlich die Gründungsversammlung im Gasthof Klostermaier statt, der bis heute Vereinslokal ist.

Im Laufe der neun Jahrzehnte hat sich der WSVI allerdings längst zu einem breit gefächerten Sportverein entwickelt, wenngleich der Skisport, alpin und nordisch, bis heute eine nach wie vor wichtige Rolle spielt. Ein noch immer sichtbares Markenzeichen setzte der Verein in seinen jungen Jahren allerdings mit der Ickinger Sprungschanze, Anziehungspunkt für die Skisportler des Isartales zwischen Wolfratshausen und München. Ein Förderer des Sprungschanzenprojekts war der Münchner Carl J. Luther, Skilauflehrer, Skichronist, Schanzenbauer und späterer Sprunghügelberater der FIS. Die Ickinger Schanze war eine Naturschanze, auf der Weiten bis zu 30 Metern erzielt wurden. Später bauten die Ickinger Sportler daneben eine kleinere Schanze für die Jugend. Von 1928 bis 1940 fanden hier mannigfaltige Wintersportveranstaltungen statt.

Wie überall ruhte während des Krieges die Vereinstätigkeit, aber 1947 wurde in gemeinsamer Arbeit mit der Skiabteilung des TSV 1860 München der Bau einer neuen, größeren Sprungschanze mit Holzanlaufturm verwirklicht. 1972 erfolgte der letzte offizielle Sprunglauf auf der Schanze. Heute schätzen den Hang Freestyler und Snowboarder. Viele Höhepunkte und Persönlichkeiten prägten den Verein in seiner Geschichte.

Inzwischen betreibt der WSVI eine eigene Wander- und Skihütte im Zillertal, die nicht nur als Trainingszentrum, sondern auch als gesellschaftlicher Treffpunkt dient. Und neben den Schwerpunkten Ski nordisch und Ski alpin bietet der Verein längst für alle Sportinteressierten etwas, beispielsweise Ski-, Konditions- und Seniorengymnastik sowie Kinder- und Leistungsturnen oder Volleyball. Aber auch Fußball ist inzwischen eine erfolgreiche Abteilung des Vereins.

2014 war es soweit: Der WSVI meldete für die Saison 2014/15 erstmals eine Fußballmannschaft für den offiziellen Punktspielbetrieb des Bayerischen Fußball-Verbandes an. Und dies mit Erfolg: Das erste Spiel gewannen die Ickinger sensationell mit 8:2 gegen den TSV Wolfratshausen und am Ende der ersten Saison erreichte die Mannschaft etwas, was niemand für möglich gehalten hat. Als Tabellenzweiter schafften der WSVI Icking den sofortigen Aufstieg in die B-Klasse, in der man noch heute um Tore und Punkte kämpft.

Der WSVI ist bemüht, seinem Anspruch zur Förderung des Gemeinwohls im Rahmen seiner personellen und finanziellen Möglichkeiten gerecht zu werden. Wir sind zuversichtlich, dass der WSVI auch in Zukunft ein lebendiges und vielseitiges Programm für Menschen jeglichen Alters anbieten kann.

Klar ist dabei: Ein Verein ist das, was seine Mitglieder aus ihm machen.